Weshalb man mit Kindern meditieren kann…

October 10, 2016

 

Seit etwas über einem Jahr darf ich die Kinder-Meditation im Riveryoga leiten. Einmal im Monat an einem Sonntag.

 

Von Anfang an bekam dieses Angebot Resonanz, und viele, die kommen, kommen sehr regelmässig, weil die Kinder es sich jeweils wünschen, und die Eltern daran erinnern, dass es bald wieder so weit ist. Sie freuen sich darauf.

 

Eine Kindermeditations-Stunde ist nicht eine Stunde still sitzen. 

 

Es wird geatmet, viel geatmet… Man kann nicht früh genug lernen, tief durchzuatmen, um die Lunge und den Körper mit Luft auszufüllen.

 

Es wird getanzt. Müslüm, chum las la bambele, was denn sonst. Eigentlich wollte ich den Song einmal brauchen in einer Stunde… Seit da ist er Pflicht. Willkommene und spassmachende Pflicht, notabene, das Yogastudio wird jeweils für 3 Minuten 10 Sekunden zum Tollhaus. 

 

Oft baue ich Elemente ein, in denen das Kind den Elternteil massiert, durchknetet, oder auch nur sanft streichelt und dann der Papa oder die Mama das Kind. Um diese Nähe zu zelebrieren, und um das Körpergefühl zu stärken.

 

Wir dehnen zusammen und erfinden Geschichten, die wir nachturnen können. Manchmal sind es Partner-Übungen, mal jeder für sich, mal die ganze Gruppe als grosse Schäfchen-Wolke oder Riesen-Sonnenblume.

 

Es macht Spass!

 

Ach ja, meditiert wird auch… Immer zum Anfang lauschen wir sitzend - zum teil im Lotus, weil das die Kleinen ja können - einfach der Klangschale. Alle sitzen still, so gut sie können, mit den Augen geschlossen, wenn sie wollen. Wir lauschen, bis kein Ton mehr zu hören ist. Ein Kind kommt nach vorne und schlägt die Schale für alle an. Dieser Friede, der sich immer sofort in den Kindergesichtern abzeichnet ist wunderschön. Ich fühle mich jeweils wie in einem Raum voller kleiner Buddhas.

 

Und dann ist da eine Geschichte… Ich erzähle sie, alle liegen entspannt auf ihren Matten, die Augenkissen auf den Augen, oder auch nicht. Es ist eine Imaginations-Reise, bei der man Schätze finden, oder Dinge entdecken kann. Probleme loswerden, oder mit dem Krafttier kuscheln. Auch wenn einige der Kinder nicht still liegen können, während der ganzen Dauer der Geschichte. Alle kommen jeweils mit einem bunten und animierten Bericht zurück, was sie alles erlebt haben in der Zeit. Und das Schöne ist, die Erwachsenen auch. Auch sie sehe ich oft strahlen, während der Stunde. 

 

Die Idee, mit Kindern zu meditieren entstand irgendwann, ich weiss gar nicht mehr wo, oder weshalb. 

 

Sie umsetzen zu dürfen im wunderschönen Riveryoga Studio, und zu sehen, dass es tatsächlich funktioniert, ist eine enorme Freude.

 

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